Niederländische Judoka zu Gast in Münster

Samstag, 3. März 2007, 10 Uhr vormittags: In der Trainingsstätte der Judogemeinschaft Münster herrscht ein Durcheinander aus Jugendlichen, Trainern und Sprachen. "Was heisst denn `Sollen wir zusammen trainieren`auf holländisch?" fragt ein 12-jähriger. "Sag es doch auf englisch, das verstehen alle", rät ihm die Trainerin. Plötzlich legt sich jedoch der Lärm, knapp 60 Jugendliche im Alter von 12-16 Jahren bilden eine geordnete Reihe, man verbeugt sich zur traditionellen Begrüßung und beginnt das gemeinsame Training.

Zu diesem hatte die JG geladen, 25 Judoka aus der niederländischen Grenzregion Twente waren der Einladung gefolgt und mit ihren TrainernInnen angereist, um mit den Münsteranern ein gemeinsames Randori (Übungskampf) zu absolvieren.

Die anfänglichen Verständigungsprobleme sind schnell überwunden "die Fachbegriffe und Kommandos sind sowieso auf japanisch und daher international verständlich" erklärt Sigrid Horstmann, Mitorganisatorin auf deutscher Seite. "Ausserdem springt beim gemeinsamen Trainieren der Funke meist schnell über, da versteht man sich auch ohne viele Worte."

Dieser Auffassung scheinen auch die Jugendlichen zu sein, denn sie nutzen die Gelegenheit, sich hier mit vielen neuen Partnern zu messen. Die Resonanz auf den erstmalig durchgeführten "Randoritag" ist gut. Obwohl die Turnhalle ganz mit Matten ausgelegt ist, wird es voll, deshalb unterteilen die Trainer die Judoka nach dem gemeinsamen Aufwärmen in zwei Gruppen. Während die leichten Gewichtsklassen kämpfen, haben die "schweren Jungs" (und Mädchen) Zeit, zu verschnaufen und sich einen Partner zu suchen, alle vier Minuten wird gewechselt. Bei der abschließenden Massage- und Entspannungseinheit sind wieder alle auf der Matte, denn nach so viel Wettkampf tut es gut, die müden Muskeln etwas zu lockern, so ein Bericht der Judo-Gemeinschaft Münster. 

Die Idee zu dieser gemeinsamen Veranstaltung entstand bei einem Trainerseminar der eads, bei dem deutsche und niederländische Judosportler über Verbesserungsmöglichkeiten in der Nachwuchsförderung diskutierten.

"Von solchen grenzüberschreitenden Austauschen profitieren beide Seiten" freut sich JG-Trainer Oliver Berkemeier, "Deswegen möchten wir die Zusammenarbeit weiter ausbauen, auch ein Gegenbesuch ist natürlich schon in Planunng!"   


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