Auch in 2006 war die Europäische Akademie des Sports Mitveranstalter zahlreicher Wettkämpfe im Schwimmsport

die Gesamtübersicht

Landesweite Welle: „Ab jetzt für immer - Schwimmer!"

Bis zu 30 Prozent der Grundschüler können nicht schwimmen:

Schwimmverband NRW sorgt sich um Kinder

In diesem Sommer ein Drittel mehr Badetote als in 2005

„Schulen und Vereine sollten enger zusammenarbeiten

 „Immer weniger Kinder können schwimmen. Das ist eine Entwicklung, die uns große Sorge bereitet." Das sagte ein Fachmann des nassen Elements in Rheine: Adolf Hillebrand, Geschäftsführer des Schwimmverbands Nordrhein-Westfalen (swimpool, SV NRW) machte mit Nachdruck vor der Presse beim Schwimmverein Rheine auf eine Problematik aufmerksam, die in den letzten Jahren offenbar buchstäblich untergetaucht sei. Anlass der Pressekonferenz war die Austragung der ersten grenzüberschreitenden Euregio-Cups mit 300 Aktiven im Rahmen der Aktion „Schwimmen grenzenlos 2006" im Rheiner Hallenbad. Initiator ist die Europäische Akademie des Sports (eads), Velen.

Hillebrands Verband, dem in 580 Vereinen in Westdeutschland 200 000 Mitglieder angehören, verweist auf eine alarmierende Zahl: Immer mehr Grundschüler könnten nicht schwimmen, teilweise bis zu 30 Prozent. Auch dies sei mit ein Grund, dass immer mehr Kinder und Jugendliche in Badeseen oder Flüssen ertrinken würden. Hillebrand: „Das ist eine sehr beklagenswerte Entwicklung. In diesem Sommer sind fast 500 Menschen ertrunken, zum derzeitigen Zeitpunkt mehr als ein Drittel als im Jahr 2005." Absehen davon würden nichtschwimmende Kinder in „ihrer Persönlichkeitsstruktur benachteiligt", es ginge ein „wichtiges Stück Lebensqualität verloren."

Vor allem die Eltern müssten zur Unterstützung herangezogen werden, aber auch die Schulen, selbst wenn - beklagte der Verbandsvertreter in Rheine - die „Umstände für einen geregelten Schulschwimmunterricht oft widrig" seien, zum Beispiel weil die Bäder zu weit von den Schulen entfernt lägen, es an Schwimmzeiten mangele oder an geeigneter Fachausbildung von Lehrern. Die Aktion „Kinder müssen schwimmen lernen" werde auch von Innenminister Ingo Wolf voll unterstützt. Auch Schule und Schwimmverein müssten enger zusammenarbeiten, forderte in Rheine in der Pressekonferenz der Vorsitzende des Sportausschusses, José Azevedo (CDU). Er forderte die Klubs geradezu auf, auf die Kinder zuzugehen angesichts zurückgehender Bevölkerungszahlen: „Das ist geradezu die klassische Chance für den Verein, im Dialog mit Schulen und Kindergärten die Mädchen und Jungen anzusprechen und für sich zu gewinnen. Diejenigen, die sich nicht bewegen, werden später die Verlierer sein."

In den Niederlanden gibt es praktisch keine Schwimmprobleme, sagte Hans van der Molen (Enschede) vom niederländischen Schwimmverband KNZB, Region Overijssel. Gemeinden und private Schulen sorgten dafür, dass die Kinder meist vor dem Eintritt ins Schulalter schwimmen lernten: „Die sind dann drei bis fünf Jahre und machen das A-, B- oder C-Diplom." Der Anteil der Nichtschwimmer der bis Zwölfjährigen liege bei unter zehn Prozent.

Adolf Hillebrand hofft mit dem Schwimmverband NRW, dass auch die Zahl der so genannten „Halbschwimmer", die nur einige wenige Züge fertigbrächten, deutlich reduziert werde. Das neue Motto solle am besten eine landesweite Welle auslösen: „Ab jetzt für immer: Schwimmer!"

 

 


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