Respekt im Fußball

ein  grenzüberschreitender Austausch der Fußballverbände -


Im Vorfeld der Europameisterschaften in Portugal 2004 und anlässlich des europäischen Jahres der Erziehung durch Sport 2004 trafen sich 40 Experten des niederländischen, belgischen und westdeutschen Fußballverbandes bei der Europäischen Akademie des Sports zu einem Strukturenvergleich der nationalen Respekt und Fair-Play Kampagnen.

In seiner Begrüßung stellte Präsidiumsmitglied Theo Rous die weitreichende Bedeutung der Respekt Kampagnen gerade im Vorfeld der Weltmeisterschaften der Junioren in den Niederlanden in 2005 sowie der Weltmeisterschaft in 2006 in Deutschland heraus.

Prof. Dr. Tokarski von der Deutschen Sporthochschule Köln stellte fest, dass Rassismus und Gewalterscheinungen sich besonders stark im europäischen Fußball zeigen. Selbst die Olympischen Spiele in Athen geraten durch die enormen intensiven und kostspieligen Sicherheitsmaßnahmen, die sich insbesondere auf die Terrorabwehr konzentrieren, in ein Szenario, wo Angst und innere Sicherheit die Realität bestimmen.

Prof. Dr. Roland Naul von der Universität Essen hob, exemplarisch an Untersuchungen mit Jugendlichen aus 5 Ländern, hervor, dass Vereinsjugendfußballer nicht gewaltbereiter sind und hohe pro Fair-Play-Einstellungen haben.

 Prof. Buisman von der Universität Utrecht machte an zahlreichen Beispielen deutlich, dass der Begriff Fair Play sowohl sportspezifisch als auch sportartübergreifende Bedeutungszusammenhänge aufweist, so dass unterschiedliche Standpunkte auftreten können, die nicht moralisch zu bewerten sind, sondern im Dialog zu klären sind.

Wie die Konzepte zu Fair Play und Respekterziehung an die Basis zu bringen sind, konnte an mehreren Projekten der Fußballverbände aufgezeigt werden. Deutlich wurde, dass es bereits einige vielversprechende Ansätze gibt, um unfairen Verhalten und gewalttätigen Auseinandersetzungen auf dem Platz wirkungsvoll zu begegnen. So hat sich im District Oost der Niederlande ein Strafpunktesystem bewährt, dass bis zum Ausschluss eines Vereins aus dem Wochenend-Wettkampf-Betrieb führen kann. Darüber hinaus existiert ein umfangreiches Informationssystem, dass sich an die Vereine direkt richtet, um Spieler, Betreuer und Trainer und den gesamten Verein von der Wichtigkeit des fairen Umgangs im Wettkampf zu überzeugen. Auf deutscher Seite sind erste Schritte mit der Öffentlichkeitskampagne „Respect" durch den westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband eingeleitet worden und sollen während der WM 2006 gezielt landesweit umgesetzt werden. Der Einsatz von Paten für Respekt wie Oliver Bierhoff oder der Street Soccer Cup sind bereits erfolgreich eingesetzt worden, um eine möglichst breite Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Der westfälische Fußball - und Leichtathletikverband bildet Mitarbeiter zu „Problemlotsen" aus, um Eskalationen auf dem Platz von professionel ausgebildeten Mitarbeiten zu begegnen. Der Fußballverband Mittelrhein hat ein differenzierteres Umsetzungsprogramm entwickelt, u.a. ein Kartenspiel für faires Verhalten, einer Verpflichtungserkärung für Spieler, einen Wettbewerb für die fairsten Mannschaften bis hin zur Erstellung einer AG Gewaltprävention, die die Information für die Vereine wirkungsvoll koordiniert und weitergibt.


Veranstaltungsprogramm

Fotogalerie  

Die Dokumentation der Tagung ist über uns zu beziehen. Senden Sie einfach eine Mail an: info@eads.de

mehr zum Thema:

http://www.wflv.de/respect.0.html  

  

 

 


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