100-Schlösser-Route wird kürzer

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-pd/job- Kreis Borken. Die Tourismusbranche im Münsterland ist mittlerweile der fünftstärkste Wirtschaftssektor in der Region, beschäftigt rund 30.000 Menschen - und rangiert damit sogar noch vor der Landwirtschaft. Mit diesen Zahlen überraschte Robert Denzer, Projektmanager Vertrieb der in Steinfurt ansässigen Münsterland-Touristik am Wochenende Studierende des Fernlehrstudiums Sporttourismus der Europäischen Akademie des Sports (eads) bei einem Kolloquium am Samstag im Sportschloss Velen. Wie Denzer weiter erläuterte, komme ein Drittel aller Touristen zum Fahrradfahren ins Münsterland. Laut Denzer hatten im Vorjahr rund 1,44 Millionen Gäste (ein Plus von 3,3 Prozent gegenüber 2004) mit 3,19 Millionen Übernachtungen (plus 2,3 Prozent) im Durchschnitt 69 Euro täglich in der Region ausgegeben. ,Rechne man die Tagesbesucher hinzu, so seien das 1,65 Milliarden Euro.

Wichtigster "ausländischer Quellmarkt" seien die Niederlande, sagte Denzer - und betonte, dass die vor der Haustür stehenden Gäste, oftmals mit der Fiets, touristisch durchaus noch besser "umgarnt" werden könnten: Zahlreiche Broschüren würden nach wie vor allein in deutscher Sprache verfasst, nicht zweisprachig deutsch-niederländisch.

Die rund 1400 Kilometer lange 100-Schlösser-Route, die zu einem Teil auch durchs Kreisgebiet führt, soll laut Denzer nicht mehr so intensiv beworben werden: "Wir wollen sie kürzen, um Teilbereichen mehr touristisches Profil geben zu können." Eine große touristische Herausforderung seien die Reiter; allein eine halbe Million Freizeitreiter gäbe es schätzungsweise im Ruhrgebiet, die gerne ins Münsterland kämen: Doch das Problem, genügend Reitwege zu schaffen und anzubieten, sei nach wie vor aufgrund vieler behördlicher und privater Hemmnisse fast unlösbar.

Da hatte es Ludger Dieckhues, Chef der Bocholter Stadtmarketinggesellschaft (mit der Stadt als Gesellschafter und 35 Bocholter Unternehmen), mit seiner vorgestellten grenzüberschreitenden Inline-Skating-Tour Bocholt-Aalten- Dinxperlo-Suderwick einfacher: "Hier wird seit Jahren grenzüberschreitend zusammengearbeitet." 500 bis 750 Teilnehmer kommen laut Dieckhues zur Freizeittour im Sommer; "einige Exoten" von weither, über 100 aus den Niederlanden, 150 aus einem Umkreis von 30 und 50 aus einer Entfernung von 60 Kilometern. Veranstaltung wie Sportart seien nach wie vor "trendy", so Dieckhues. Zurzeit läuft übrigens der dritte Studiengang zum grenzüberschreitenden Sporttourismus-Manager. Infos gibt es unter www.eads.de.

Dienstag, 30. Januar 2007  |  Quelle: Borkener Zeitung (Kreis Borken)


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