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Grenzüberschreitendes "Fernlehrstudium Sporttourismus"
21.12.2006  
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  Projektpartner stellen grenzüberschreitendes Angebot vor


  2.  Grenzüberschreitendes Fernlehrstudium Sporttourismus ab Oktober 2006

Nachdem zum 1. Februar 2006  erstmals der erfolgreiche Startschuß für ein grenzüberschreitendes Fernlehrstudium Sporttourismus gegeben wurde, wird nun ab dem 1. Oktober 2006 der 2. Studiengang auf den Weg gebracht.

Die Projektträger,  die Europäische Akademie des Sports (eads) Velen, die Fachhochschule Gelsenkirchen/Abteilung  Bocholt, die Hogeschool van Arnhem en Nijmegen sowie das Berufskolleg CIOS Arnhem sind davon überzeugt, das das Angebot sowohl für Sportanbieter als auch für die Tourismusbranche von hoher wirtschaftlicher  Bedeutung ist, und das darüber hinaus  ein breites Betätigungsfeld erschlossen wird.

Grundlage, dieses in dieser Form bisher einmaligen Studiums war eine 2003 erstellte Studie über die „Ökonomische Bedeutung des Sporttourismus im Westmünsterland". 80 bedeutende Veranstaltungen wurden untersucht. Ergebnis: Dem Sporttourismus werde praktisch keine Bedeutung geschenkt, obwohl für diese Veranstaltungen ein Bruttoumsatz von 27 Millionen Euro hochgerechnet wurden.

Es könnten „erhebliche Wertschöpfungseffekte erzielt werden", folgerte Jürgen Schwark, der die Studie mit Bocholter Studenten verfasst hat. Die Effekte: Es würden neue Arbeitsplätze geschaffen und den Kommunen touristische Entwicklungschancen eröffnet, die „bis jetzt nicht vollends ausgeschöpft sind".

Das Projekt hatte die Euregio überzeugt, so dass mit Unterstützung der Euregio, dem Kreis Borken und der Geldersen Sportfederatie dieser im Grenzraum einmalige  Studiengang durchgeführt werden konnte.

Die ersten Studenten befinden sich mitten im 1. Studiengang und erarbeiten verschiedenste sporttouristische Projekte  wie z.B. Marathonlauf, Nordic Walking, Inlinerskting Jugendbegegnungen.

Um am 2. Studiengang ab Oktober teilzunehmen, sind 520 Stunden Theorie, 390 Stunden Praxis als Praktika in Sportverein, Marketingagentur oder Verkehrsverein etc. zu absolvieren. 2 Hausarbeiten sind fertigzustellen, 4 Fernlehrhefte zu bearbeiten, um am Ende einen erfolgreichen Abschluß zu erreichen.


Präsentations- und Präsenztreffen -  ein weiterer Erfolg des Fernlehrstudiums „Sporttourismus"

 Am 2. Juni fand erneut ein Präsentations- und Präsenztreffen des Fernlehrstudiums „Sporttourismus", ein grenzüberschreitendes Projekt der eads in Kooperation mit der FH Gelsenkirchen/ Abteilung Bocholt und der Hogeschool van Arnheim und Nijmegen (NL), im Kasteel de Berckt (Baarlo, Niederlande) statt.

Das Fernweiterbildungsstudium Sporttourismus vermittelt Beschäftigten mit mehrjähriger Berufserfahrung aus den Bereichen Sport bzw. Tourismus sowie Studierenden im Hauptstudium und Hochschulabsolventen in Theorie und Praxis, wie Sporttourismuskompetenzen erfolgreich eingesetzt werden können.

Lehrgangsziel des Fernweiterbildungsstudiums Sporttourismus ist eine zusätzliche Qualifikation für Tätigkeiten in der Sport und/oder in der Tourismusbranche, eine Weiterqualifikation für Mitarbeiterinnen in diesem Bereich, um beide Teilgebiete in der jeweiligen Angebotsstruktur miteinander zu verbinden und so das Wertschöpfungspotential für die jeweilige Region zu erhöhen. Ziel ist ferner, durch die aktive Mitarbeit innerhalb eines Praktikums einen unmittelbaren ökonomischen Nutzen zu erzeugen und in der weiteren Berufsarbeit mit neuen und innovativen Angeboten den Bereich Sporttourismus weiter auszubauen.

Der Erfolg dieses Studiums wird zunehmend sichtbar. Unter Bezugnahme sporttouristischer Aspekte und einem gleichfalls grenzüberschreitenden Charakter hatten die StudentenInnen freie Wahl bei der Auswahl der Thematik für die Abschlussarbeiten.

Teilnehmer des nunmehr 3. Lehrganges, Koen Meevissen, bot den Anwesenden und Gästen zur Präsentation der theoretischen Arbeiten ein hervorragendes Ambiente im Kasteel de Berckt.

Nach der Begrüßung durch Ben Halle (Hogeschool van Arnhem en Nijmegen; HAN) stellte Marjan Frericks in eindrucksvoller und überzeugender Weise ihre theoretische Abschlussarbeit mit dem Thema „Nordic - Walkingparkpark der Sallandse Heuvelrug" - Vom Wunsch zur Wirklichkeit vor. Sie machte deutlich, welches sporttouristische Potential in dieser Trendsportart liegt, die auch in der Niederlanden stark auf dem Vormarsch ist. Marjan arbeitete für ihre Abschlussarbeit u.a. mit dem Nordic - Walkingpark „Tecklenburger Land" (Deutschland) zusammen.

Franziska Bachmann bereicherte das Präsenztreffen mit einer Arbeit, die sich mit einem deutlich anderen Thema beschäftigte. Die „Ökonomischen Effekte der Fussball - WM 2006 auf die Stadt Köln" war der Schwerpunkt ihrer Untersuchung. Sie stellte die verschiedensten positiven und eindrucksvollen Effekte dieser Großveranstaltung aus Sicht des Sporttourismus anschaulich dar.

Michiel Bokkers erläuterte in seinem Vortrag die Möglichkeiten des „Fahrradparadieses Euregio", mit denen er sich in seiner theoretischen Arbeit auseinander setzt. Koen Meevissen wird die Chancen untersuchen, wie Fussball - Trainingscamps für deutsche Teams in den Niederlanden angeboten werden können, um auch hier wieder die ökonomischen Effekte auf die Region positiv zu beeinflussen. Letztendlich stellte Matthias Schuscik seine theoretischen und praktischen Abschlussprojekte vor: „grenzüberschreitendes Segelfliegen" wird sein Thema sein, mit dem er mit einer Untersuchung beim „Euregio - Cup" in Aachen gestartet ist. Sein großes Ziel ist es, in 2008 eine grenzüberschreitende Erweiterung dieser attraktiven und im sporttouristischen Sinne noch nicht übermäßig erschlossenen Sportart umzusetzen bzw. daran mitzuarbeiten.

Alle Anwesenden, besonders die Dozenten Elma Bucher, Ben Halle, Willi Kisters (HAN) sowie Prof. Jürgen Schwark nahmen sehr viele positive Eindrücke mit nach Hause mit dem Wissen, dass das Thema und die Möglichkeiten „Grenzüberschreitender Sporttourismus" immer stärker in das Bewusstsein der „Mitspieler" rückt, die ökonomische Chancen und der Mehrwert stets deutlicher werden und vor allen Dingen die praktische Umsetzung konkret wird.

Am 28./29.09.07 wird das nächste Präsenztreffen mit verschiedenen Abschlussarbeiten der Studierenden stattfinden. Diesmal wird das Sportschloss in Velen der Veranstaltungsort sein. Neben den Präsentationen der Studierenden wird im Programm ein sporttouristisches Seminar angeboten werden. Als international ausgewiesene Experten konnten dazu Tom Robinson von der Hochschule Groningen sowie Prof. Jürgen Schwark von der FH Gelsenkirchen, Abteilung Bocholt gewonnen werden.

Ab dem 01. September 2007 wird das letzte Mal das einjährige Fernstudium „Sporttourismus" angeboten. Niederländische Informationen dazu gibt es im Internet unter: sporttoerisme. Deutsche Interessenten können sich bei der eads informieren und anmelden: info@eads.de .


Tourismusbranche im Münsterland stärker als die Landwirtschaft

• 30 000 Beschäftigte bewirten 1,44 Millionen Gäste / Ein Drittel der Touristen radelt

• Grenzüberschreitendes Marketing aus erster Hand für Sporttourismus-Studenten bei der Europäischen Akademie des Sports in Velen

• „Marketing ist 30 Prozent Sache und 70 Prozent Gefühl"

Velen (eads-press). Überraschende Zahlen aus erster Hand erhielten Studierende des Fernlehrstudiums Sporttourismus der Europäischen Akademie des Sports (eads) anlässlich eines Kolloquiums im Sportschloss Velen von Robert Denzer, Projektmanager Vertrieb der in Steinfurt ansässigen Münsterland-Touristik: Ein Drittel aller Touristen kommt laut Denzer zum Fahrradfahren ins Münsterland; 30 000 Menschen sind in der Tourismusbranche zwischen Ems und Aa beschäftigt, die damit den fünftstärksten Wirtschaftssektor im Münsterland stellt und schon vor der bisher traditionell starken Landwirtschaft rangiert.

Der Münsterland-Touristik gehören 69 Orte und neun Gemeinschaften an - nicht immer einfach für die Touristikfachleute:  Sie müssen allen Mitgliedern (und oftmals Kommunalpolitikern) gerecht werden. Dennoch: mehr Touristen, auch aus Holland, mehr Übernachtungen - insgesamt könnten sich die Zahlen sehen lassen, meinte Denzer in Velen.

Und er hatte dafür gute Argumente: 1,44 Millionen Gäste (ein Plus von 3,3 Prozent gegenüber 2004) mit 3,19 Millionen Übernachtungen (+ 2,3 Prozent) ließen im Durchschnitt 69 Euro täglich hier, das waren zusammen 220 Millionen Euro ohne Tagesbesucher; deren Umsatz betrug zusammen 1,65 Milliarden Euro. 89 Prozent der Gäste kommen laut Touristikverband aus Deutschland; die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 2,2 Tage; 25 000 Gästebetten in Hotels und Unterkünften mit mehr als acht Betten pro Betrieb stehen zur Verfügung. Zudem würden geschätzte 475 000 Gäste (1,05 Millionen Übernachtungen) kommen, die in statistisch nicht erfassten Betrieben übernachten.

Wichtigster „ausländischer Quellmarkt" seien die Niederlande, sagte Denzer - und betonte, dass die vor der Haustür stehenden Gäste, oftmals mit der Fiets, touristisch durchaus noch besser umgarnt werden könnten: Zahlreiche Borschüren werden nach wie vor allein in deutscher Sprache verfasst, nicht zweisprachig deutsch-niederländisch.

Das Pfund, mit dem die Touristikmanager deutschlandweit wuchern, ist das Radfahrland Münsterland: 4500 Kilometer lang sei das Wegenetz mittlerweile - „unter touristischen Gesichtspunkten sind wir mit der Ausschilderung seit einigen Jahren führend", sagte Denzer. Zahlreiche Routen, meist zwischen zehn und 30 Kilometern lang, alle nummeriert, seien im Angebot, sie könnten kombiniert oder beliebig verlängert werden.

Die attraktive 100-Schlösser-Route übrigens, gesamt 1400 Kilometer lang und kürzlich tatsächlich von einem Radler komplett befahren worden, werde nicht mehr so intensiv beworben: „Wir wollen sie kürzen, um Teilbereichen mehr touristisches Profil geben zu können."

Eine große touristische Herausforderung seien die Reiter; allein eine halbe Millionen Freizeitreiter gäbe es schätzungsweise im Ruhrgebiet, die gerne ins Münsterland kämen: Doch das Problem, genügend Reitwege zu schaffen und anzubieten, sei nach wie vor aufgrund vieler behördlicher und privater Hemmnisse fast unlösbar.

 Da hatte es Ludger Dieckhues, Chef der Bocholter Stadtmarketinggesellschaft (mit der Stadt als Gesellschafter und 35 Bocholter Unternehmen), mit seiner vorgestellten grenzüberschreitenden Inline-Skating-Tour Bocholt - Aalten - Dinxperlo - Suderwick einfacher: Hier wird seit Jahren grenzüberschreitendend zusammengearbeitet. 500 bis 750 Teilnehmer kommen zur Freizeittour im Sommer; „einige Exoten" von weither, über 100 aus den Niederlanden, 150 aus einem Umkreis von 30 und 50 aus einer Entfernung von 60 Kilometern. Veranstaltung wie Sportart seien nach wie vor „trendy", bekräftigte Dieckhues.

Wie erfolgreiches grenzüberschreitendes Marketing aufgebaut werden kann, wurde den Studenten und professionellen Veranstaltern in Velen am Beispiel des Kernwasser-Wunderlandes Kalkar vo n Ellen Richardson erklärt: Sie hat es offenbar in kurzer Zeit geschafft, dem in den neunziger Jahren gestarteten Freizeitpark mit Ex-Kernreaktor ein neues Image zu verpasen. Deutsche und Niederländer kämen zuhauf, um sich zum Beispiel - „in der Kneipenstraße" - zu vergnügen, aber auch zu Tagungen, Kongressen, als neu angesprochene Gruppe 50 plus (50 Jahre und älter) oder als Familie, um mit den Kindern Wasserrutsche und weitere Attraktionen zu erleben. Marketing, sagte die frühere weitgereiste Hotelmanagerin aus dem Grenzörtchen Aalten bei Bocholt, „ist 30 Prozent Sache und 70 Prozent Gefühl." Wichtig sei, das richtige Gefühl für eine erfolgreiche Sache zu haben. „Dann ist Marketing einfach."

Die Studenten nahmen die Aussagen von Ellen Richardson mit großem Interesse auf. Zurzeit läuft der dritte Studiengang zum grenzüberschreitenden Sporttourismus-Manager, der unter anderem mit EU-Mitteln über die Euregio gefördert wird. Projektpartner sind neben der eads Velen die Fachhochschule Gelsenkirchen/Abteilung Bocholt sowie die Hoogeschool van Arnhem en Nijmegen.


Zertifikatsübergabe an neue Sporttourismusmanager im Sportschloss Velen

Europastadt Bocholt plant ein „Festival der Sportkulturen"

Sporttourismusmarkt - Markt der Möglichkeiten? So scheint es: „Mit jährlichen traumhaften Wachstumsraten werden weltweit Milliarden von Dollars bewegt", sagte Experte Drs. Tom Robinson von der Hanze Hogeschool Groningen vor Seminarteilnehmern bei der Europäischen Akademie des Sports (eads) im Sportschloss Velen. Die Bocholterin Saskia Mostowy hat im kleineren Rahmen bereits davon profitiert: Einen Praktikumsplatz während des Fernlehrstudiums Sporttourismus im Hochseilgarten von Isselburg wandelte ihr Arbeitgeber in eine Festanstellung um.

                                                                                                                        

Die 28-jährige Diplom-Betriebswirtin für Tourismus mit Studium an der Fachhochschule Gelsenkirchen/Abteilung Bocholt erhielt ihr Zertifikat in Velen. Und das wird nicht mal eben so einfach übergeben, betone Akademieleiter Reinhardt te Uhle: „Immerhin müssen 520 Stunden Fernlehre nachgewiesen werden und 400 Stunden Praktikum." Das deutsch-niederländische Projekt, gefördert mit EU-Mitteln (Interreg III A) durch die Euregio, hat offensichtlich eine Marktnische erkannt: „Wir sind mit dem Zwischenstand sehr zufrieden", sagten in Velen die Dozenten Professor Dr. Jürgen Schwark von der FH Bocholt sowie Ben Halle von der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen, die beide mit der eads Velen Projektträger sind. Als Folge des  beginnenden vierten Studiengangs in den beiden Nachbarländern soll schlussendlich eine Akademie für Sporttourismus fundamentiert werden - sie wäre richtungsweisend, offenbar die erste ihrer Art in Europa und gäbe aus dem Kreis Borken heraus wichtige Impulse, von dem nach Vorstellungen der Verantwortlichen die Kommunen in dieser Region, der Kreis sowie das benachbarte niederländische Achterhoek langfristig enorm profitieren könnten.

Gute Ideen verwirklichen, die andere nicht haben - das ist wohl das Kunststück im Ideenwettbewerb der Stadtmarketingmacher. Gut besuchte Veranstaltungen versprechen guten Profit und erhöhten Bekanntheitsgrad, die Formel auch für höhere Umsätze und Selbstdarstellung der Kommunen. Unter Federführung der Bocholter Fachhochschule reifen in Bocholt Pläne, eine alle zwei Jahre wiederkehrende Großveranstaltung aufzubauen. Arbeitstitel: „Die Europastadt Bocholt präsentiert das Festival der Sportkulturen". Für konkrete Inhalte sei es noch zu früh, berichtete Jürgen Schwark, der in Rhede wohnt, in Bocholt Wasserball spielt, sich seit Jahren als Fachhochschuldozent berufsmäßig mit der touristischen Vermarktung von Veranstaltungen befasst und viele Kritikpunkte an sporttouristischer Arbeit in Kommunen ausgemacht hat.

Gedacht sei an eine „Präsentation von Sportkulturen aus Europa", bekräftigte Schwark im Gespräch mit unserer Zeitung. Und da gebe es zwischen 60 und 70 regionalen, „interessanten Sportangeboten", die hier zu Lande kaum einer kenne. Weltweit bekannte Großereignisse wie das Stierrennen in Pamplona, Tomatenbaden in Siena oder Eis-Pferdepolo in St. Moritz könnten und sollten durchaus Gradmesser für neue Aktivitäten in Bocholt sein, meinte Tourismusexperte Schwark.

Brachliegendes bewirtschaften: Das machen sich denn auch die neuen zertifizierten Sporttourismusmanager zu eigen. Drei Beispiele:

Saskia Mostowy durchleuchtete die „Touristische Bedeutung von Hochseilgärten in NRW". Sie stellte in ihrer Hausarbeit fest: Viele Vermarktungsagenturen hätten sich mittlerweile auf das Produkt „Erlebnis" spezialisiert. Die „Themen Fun, Action, Abenteuer" seien in der „heutigen Zeit allgegenwärtig." Seilgärten - wie der im Kreis Borken einzigartige in Isselburg - spielten „eine wichtige Rolle, denn durch sie lässt sich die Erlebnisorientierung mit dem Trend zur Outdooraktivität optimal verbinden."

Der 27-jährige Maximilian Parwanow aus Münster praktizierte im Sportamt der Stadt Münster und beschrieb eindrucksvoll die „Aufwertungsmöglichkeiten von Sportgroßveranstaltungen im Münsterland am Beispiel des Sparkassen-Münsterland-Giro in Münster", einer über die Jahre gewachsenes Radrennen, das jährlich Zehntausende von Besuchern lockt.

Werner Marschall aus Bocholt absolvierte als 60-Jähriger das Fernlehrstudium und half mit, dass von der Stadt Rhede ein inzwischen sehr gut frequentierter Nordic-Walking-Park aufgebaut wurde, der mit dem ersten Westmünsterlandlauf im April eingeweiht worden war: attraktive Routen rund um den Stadtkern von Rhede, mit Schnupperkursen und für Neueinsteiger. Marschall, auch Lehrtrainer für Nordic Walking, und Begleit-Professor Jürgen Schwark: „Sport und Tourismus bieten ungeahnte Möglichkeiten, die vielfach noch gar nicht erkannt


 

Neue Impulse für den Sporttourismus

 Gut ein Dutzend Sporttourismusmanager sind seit 2006 im Euregio-Gebiet Achterhoek/Westmünsterland ausgebildet worden: Drei weitere Zertifikate wurden am Freitag und Samstag im Sportschloss Velen an den aus Essen stammenden Axel Lücke, die Bocholterin Anna Schmitz und Marian Freriks aus den Niederlanden überreicht.

Projektträger sind die Europäische Akademie des Sports (eads) Velen, die Bocholter Fachhochschule sowie die Hochschule Arnheim/Nimwegen; die Euregio unterstützt das Mitte 2008 zu Ende gehende Projekt finanziell, berichtete die eads Velen am Wochenende in einer Pressemitteilung.

Die neuen Sporttourismusmanager müssen innerhalb des grenzüberschreitenden Fernlehrstudiums 520 Stunden büffeln, darüber hinaus werden 400 Praktikumsstunden abverlangt.

Axel Lücke schilderte am Freitag eindrucksvoll, wie er sein Praktikum bei der Kanu-WM 2007 in Duisburg erlebte und welche sporttouristischen Konzeptionen er für die Zukunft mit den Verantwortlichen auf den Weg bringen möchte. Insgesamt 85 Nationen hatten ihre Top- Athleten zu den 36. Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften 2007 nach Duisburg geschickt. Die WM auf der Regattabahn Sportpark Wedau erreichte allein damit schon einen neuen Weltrekord. Neben dem sportlichen Highlight stellten die Macher aus nur 7 Angestellten und zahlreichen Ehrenamtlichen dazu noch ein buntes Kulturprogramm zur Schau. Jedoch müsste an den touristischen Bezügen und Besucherzahlen noch gefeilt werden. Damit ein erster Ansatz hierfür geschaffen wird, arbeitet das Organisationsteam schon emsig am Ausbau einer neuen Regattastrecke.

Die Bocholterin Anna Schmitz hat nach dem erfolgreichen Studium an der Fachhochschule Bocholt in den Fächern Wirtschaft und Tourismus schon einen Job in Aussicht: Sie soll für die Stadtmarketinggesellschaft Bocholt ein „Festival der Kulturen" für 2009 vorbereiten - „ein idealer Einstieg in die oft noch brach liegende Kombination von Sport und Tourismus im Westmünsterland", befanden Professor Dr. Jürgen Schwark von der Fachhochschule Bocholt und Akademieleiter Reinhardt te Uhle während der Zertifikatsübergabe in Velen.

Gute Ideen verwirklichen, die andere nicht haben - das scheint überhaupt das Kunststück im Ideenwettbewerb der immer nach touristischen Aufhängern suchenden Stadtmarketing-Gesellschaften. Gut besuchte Veranstaltungen versprechen guten Profit und erhöhten Bekanntheitsgrad. Unter Federführung der Bocholter Fachhochschule reifen in Bocholt Pläne, eine alle zwei Jahre wiederkehrende Großveranstaltung aufzubauen.

Anna Schmitz soll als zukünftige Mitarbeiterin der Stadtmarketing Bocholt dieses komplett neue Großprojekt mit aus der Taufe heben.

Marian Frericks aus den Niederlanden, die hauptberuflich als PR-Managerin und Kursleiterin im Sport- und Freizeitpark „De Wilgenweard" tätig ist, nutze das Fernlehrstudium als Chance für Ihren Betrieb. Sie stellte das Konzept mit dem Namen „Nordic-Walking-Park Sallandse Heuvelrug" vor. Hierbei geht es um den Auf - und Ausbau einer Nordic-Walking Strecke des in den Niederlanden bekannten Nationalparks. Vor allem schätzte sie den intensiven Austausch mit Ihren deutschen Mitstreitern und konnte einiges an Tipps und Vorschlägen in Ihre Arbeit einbringen - eben grenzüberschreitend.  

Neue Aktivitäten soll es auch in Velen geben. Ein offenbar großes und interessantes Aufgabenfeld für Sandra Kiss, die das Projekt „Ve-moves - Velen bewegt sich" vorstellte. Die Gemeinde Velen-Ramsdorf setzt hierbei besonders auf die Erweiterung touristischer Angebote im Bereich „aktive Urlaubsgestaltung" und möchte mit dem Projekt die Nische „Wandern, Laufen, Fitness" besetzen. Attraktive Sportangebote sollen auch in Kooperation mit dem Sportschloss Velen und der eads für Bürger und Besucher weiter ausgebaut werden und die Gemeinde als Freizeit - und Erholungsort regional und überregional bekannt machen.   

Weitere interessante Untersuchungen waren: die Vermarktung von „Businessgolf" über die Grenzen hinweg, wie es gelingt „Fußball-Fun-Clinics" in Deutschland zu etablieren, wie der Bekanntheitsgrad des Sportpark Wedau in Duisburg gesteigert werden kann oder der „Wettbewerbssegelflug" als sporttouristische Möglichkeit.

Vielversprechende Projektideen also - und die Formel wohl auch für höhere Umsätze und Schaffung neuer Arbeitsplätze für die Kommunen beiderseits der Grenzen.

 

 

Foto:

Neue Sporttourismusmanagerinnen: Anna Schmitz (links) aus Bocholt und die Niederländerin Marian Freriks

 

 

 

 


Neue Sporttourismusmanager  erhielten am vergangenen Wochenende in der Wasserburg Rindern bei Kleve ihr Zertifikat nachdem sie innerhalb des grenzüberschreitenden Fernlehrstudiums 520 Stunden gebüffelt hatten und zusätzlich 400 Praktikumsstunden absolvierten.

 Wolf Pierre Kohlberg, Student der Fachhochschule Bocholt, erarbeitete zum Thema „Reisen zum Fußball" das Reiseverhalten von Fußballfans und deren touristische und infrastrukturelle Bezüge. Er stellte Untersuchungen über die Bedeutung der Ansiedlung eines Fußballvereins der oberen Ligen für Städte und Regionen an und zeigte die besonderen Synergieeffekte auf, die sich für Gastronomie und örtliche Unternehmen ergeben. Gleichfalls analysierte er die Anreise zu nationalen und internationalen Fußballstadien und machte deutlich, dass allein durch den Transport der Fans Umsätze in Millionenhöhe gemacht werden und die Anziehungskraft der einzelnen Sportveranstaltungen zu bundes- und europaweiten Reisen führte. Wolf Pierre Kohlberg, der sein Praktikum beim VFL Osnabrück absolvierte, hat im Bereich Fußball auch schon einen Job in Aussicht.

Matthias Schuscik, der schon während einer anderen Präsentation den „Wettbewerbssegelflug„ vorgestellt hatte, widmete sich in seiner praktischen Arbeit dem Thema "Le Parkour" und stellte diese Trendsportart anhand des Projektes PARKOURInXanten" vor. Le Parkour ist eine sehr junge und bisher in Deutschland unbekannte Sportart. Der Ursprung von Le Parkour liegt in Frankreich und ist eine Bewegungskunst die dazu dient möglichst schnell und effizient natürliche Hindernisse zu überwinden. Traceure (Menschen die Parkour ausüben) verstehen Le Parkour nicht als reine Sportart sondern mehr als Philosophie, als eine Art der kreativen Kunst. "PARKOURIX - Parkour in Xanten" sei ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Parkour One, Pawa Niederlande und der Initiative Integratives Leben e.V. Das Projekt beinhaltet einen Parkour - Workshop über 2 Tage für Traceure aus Deutschland und den Niederlanden und für alle die sich für Parkour begeistern bzw. begeistern lassen wollen. Das geplante Projekt soll in 2009 stattfinden.

Weitere interessante Untersuchungen waren: die Vermarktung von „Businessgolf" der Golfbaan Bleijenbeek in den Niederlanden oder „Topsportevents grenzüberschreitend".

Die  Dozenten des Fernlehrstudiums waren wieder einmal von der Kreativität der Projektideen überrascht und stolz die neuen Sporttourismusmanager auszuzeichnen.

Die letzte Präsentation der Abschlussarbeiten findet im September statt. Angedacht ist eine Dokumentation.


 

 Gut ein Dutzend Sporttourismusmanager sind seit 2006 im Euregio-Gebiet Achterhoek - Westmünsterland ausgebildet worden: Drei weitere Zertifikate wurden am Freitag im Sportschloss Velen an die aus Xanten stammende Bärbel Heibrock, die Bocholterin Sandra Kiss und Pieter Vlooswijk aus den Niederlanden überreicht.

Projekträger sind die Europäische Akademie des Sports (eads) Velen, die Bocholter Fachhochschule sowie die Hochschule Arnheim/Nijmegen; die Euregio unterstützte das nun zu Ende gehende Projekt finanziell.

Die neuen Sporttourismanager haben innerhalb des grenzüberschreitenden Fernlehrstudiums über 520 Stunden gebüffelt, darüber hinaus wurden 400 Praktikumsstunden abverlangt.

Bärbel Heibrock schilderte am Freitag eindrucksvoll, wie der Bekanntheitsgrad des Duisburger Sportpark Wedau gesteigert werden kann und welche möglichen Auswirkungen für den Sporttourismus in Duisburg bestehen. Der Sportpark Duisburg zählt mit einer Größe von ca. 200 ha, davon ca. 56 ha Wasserfläche, sowie seinen zahlreichen Sportanlagen zu den größten und vielfältigsten Sport- und Erholungsgebieten Deutschlands.

Sein Herzstück ist die Regattabahn, die mit einer Länge von zwei Kilometern als internationaler Austragungsort für Kanu- und Rudersportwettbewerbe dient. Verschiedene Bundes- und Landesleistungszentren, eine Sportschule, der Landessportbund NRW mit dem Haus der Verbände, ein neues Fußballstadion, ein saniertes Schwimmstadion, eine Eissporthalle und mehrere Bezirkssportanlagen fügen sich zu einem Kompetenzzentrum Sport zusammen und bieten sowohl vielen regionalen als auch nationalen und internationalen Wettbewerben und Großveranstaltungen eine einzigartige Infrastruktur. Jedoch müsste an den touristischen Bezügen und Besucherzahlen noch gefeilt werden. Es reisen gerade zu den Sportgroßveranstaltungen im Sportpark auch Akteure und Zuschauer aus überregionalen Gebieten an. Ein Schwerpunkt zur Sicherung des Fortbestandes des Sportpark Wedau liege darin, den Bekanntheitsgrad des Parks zu steigern und dadurch den Touruismus regional und überregional für Duisburg zu fördern.

Neue Aktivitäten soll es auch in Velen geben. Ein offenbar grosses und interessantes Aufgabenfeld für Sandra Kiss, die das Projekt: "Velen-moves - Velen bewegt sich" vorstelle.  Die Gemeinde Velen-Ramsdorf setzt hierbei besonders auf die Erweiterung touristischer Angebote im Bereich "Aktive Urlaubsgestaltung" und möchte mit der Idee die Nische "Wandern, Laufen, Fitness" besetzen. Attraktive Sportangebote sollen auch in Kooperation mit dem Sportschloss und der eads für Bürger und Besucher weiter ausgebaut werden und die Gemeinde als Freizeit - und Erholungsort regional und überregional bekannt machen. Mit der Erweiterung eines sporttouristischen Spektrums soll der Anteil sporinduzierter Kurzurlaube erhöht werden, um verstärkt Mehrtagestouristen und somit Einkommen von ausserhalb in die Region bringen. Abschließend demonstrierte Sandra Kiss mehrere Konzepte möglicher Marketing- und Vertriebsstrategien, wobei das Sportschloss im Mittelpunkt und als Impulsgeber fungieren soll.

Eine weitere Untersuchung, die Pieter Vlosswijk aus den Niederlanden vorstellte, trug die Überschrift: "Wie gelingt es Fußball-Fun-Clinics in Deutschland zu etablieren?" In Zusammenarbeit mit den Dozenten wird Pieter Vlosswijk sein Konzept noch weiter ausarbeiten. Die eads wird hierzu aktuell berichten.

Vielversprechende Projektideen, deren Fülle in einer Dokumentation erscheinen soll. Auch dazu berichten wir zeitnah.  


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