Gegen den Trend steuern - oder: „Dicke Kinder von heute werden Diabetiker von morgen" -

dies war Thema einer Tagung vom 23.-24. Mai 2006 der eads in Velen.

Die kommunalen Initiativen gegen Bewegungsmangel und falsche Ernährung sind bei dem Aufbau von vernetzten Bewegungsangeboten auf einem guten Weg. Das ist das Fazit dieser zweitägigen Veranstaltung der Europäischen Akademie des Sports (eads) in Zusammenarbeit mit dem Willibald-Gebhardt-Institut (WGI) Essen und dem Nationalen Institut für Sport und Bewegung (NISB) der Niederlande.

 Mehr als 30 Experten aus vier Ländern trafen sich im Sportschloss Velen zu einem Informationsaustausch, um über den aktuellen Entwicklungsstand ihrer Aufbauarbeiten in den jeweiligen Kommunen zu berichten.Zuvor begrüßte Ludger Triphaus, Vizepräsident der Akademie, die Anwesenden und betonte die Notwendigkeit,  Sport und Bewegung stärker in die bisherigen Präventionsprogramme einzubauen. Hierbei sei die geplante grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den veschiedenen Euregios eine richtungsweisende Initiative.

Henning Schreiber vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen verwies auf die alarmierenden Zahlen, wonach immer mehr Kinder und Jugendliche durch Fernseh- und Computerkonsum immer weniger Bewegungsanreize erhielten. Schreiber: „Die dicken Kinder von heute werden die Diabetiker von morgen."

Welche Wege man dagegen vornehmen möchte, stellten Vertreter verschiedener Kommunen aus Velen, Enschede (Niederlande), Wils und Röser (Luxemburg) vor. So werden in Velen unter dem Motto „Eine Gemeinde bewegt sich" enge Kooperationen zwischen Schule, Verein, Kindergarten, Ärzten, Reha- Bereichen und weiteren Organisationen schon bald angestrebt.  Dabei sei auch der Austausch mit der Gemeinde Winterswijk ein Ziel dieser Initiative. Gesunde Ernährung, Bewegungsangebote und aktive geistige Bewegung stünden  im Vordergrund, verdeutlichte Velens Beigeordneter Peters in seinem Referat.

In Enschede werden zur Förderung sportlichen  Tuns Bewegungsmanager, insbesondere an den Grundschulen, eingesetzt. Eine wiederkehrende Auswertung der Bewegungsfähigkeiten über besondere Testverfahren sowie ein Bewegungsbuch für Kinder gehörten ebenfalls zum angestrebten Angebot der Enscheder.

Erwin Schmitz, Geschäftsführer der Euregio Rhein-Waal mit Sitz in Kleve, begrüßte die deutsch-niederländische Zusammenarbeit und verwies auf Möglichkeiten der Förderung im Rahmen von Teilprojekten, falls deutsche und niederländische Kommunen gemeinsame Organisationsnetze entwickeln möchten. Jakob Kornbeck von der EU-Kommission versprach Unterstützung auch durch Brüssel für dieses in Europa wichtige Thema.   

Prof. Dr. Roland Naul vom Willibald-Gebhardt-Institut  sowie Reinhardt te Uhle von der eads waren sich einig, dass in einem weiteren Schritt die Informationen an die Kommunen forciert werden müssten und dass die Zusammenarbeit mit Ministerien, Sportverbänden und kommunalen Partnern weiter konkretisiert werden sollen. „Diesbezüglich sind schon zahlreiche Impulse von Velen ausgegangen", betonten Naul und te Uhle abschließend.

 

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Um die Ergebnisse einer Vernetzung und weitere Schritte zu konkretisieren wird eine Folgeveranstaltung im Juni 2007 in Kleve stattfinden.

Das Programm dazu erscheint in Kürze.

 

 


  


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